Morgens um 6:00 des 2. März 2021 trafen sich ca. 40 aktive ver.di Vertrauensleute und Mitglieder der Flughafengesellschaften unter Einhaltung der Corona-Schutz-Regelungen vor dem Verwaltungsgebäude des Flughafens Düsseldorf. In einer symbolischen Aktion beerdigten sie "Arbeitsplätze", die nach Auffassung der Geschäftsführung, der privaten und städtischen Anteilseigner auch mit dem Mittel von betriebsbedingten Kündigungen abgebaut werden sollen.

Ihren Unmut und Unverständnis brachten sie vor allen Dingen deswegen zum Ausdruck, da erst vor ein paar Tagen noch eine Staatshilfe über 61 Millionen Euro für den Flughafen bewilligt wurde, ohne damit einen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen zu verknüpfen. Das es durch die Corona-Pandemie auch noch einen staatlich subventionierten Rauswurf von bis zu 600 Beschäftigten geben soll, macht die Mitarbeiter des Flughafens erst recht wütend. Dadurch würde nach Auffassung vieler Beschäftigter die starke Identität der Mitarbeiter mit "ihrem Flughafen", die insbesondere nach dem Flughafenbrand im Jahre 1996 entstanden sei, fahrlässig von der Geschäftsführung aufs Spiel gesetzt.

Es passe leider ins Gesamtbild der Geschäftsführung und sowohl der privaten als auch städtischen Anteilseigner, keinen Notlagentarifvertrag zu wollen, um somit Beschäftigte einfacher "rausschmeißen" zu können. Was an nahezu allen deutschen Verkehrsflughäfen probates Mittel sei um Beschäftigung während und nach der Coronakrise zu sichern, soll am Düsseldorfer Flughafen nicht gelten.


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