Stuttgart, 20. März 2018


Am 20. März haben wir zum 7. Mal mit dem Arbeitgeber getagt, um unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wir möchten Euch im Folgenden über den Verhandlungsstand informieren:

Für Cleaning

Der Vorschlag des Arbeitgebers, die tägliche Ausschüttung im Sommer durch 10 und im Winter durch 8 zu teilen, liegt ja schon seit der letzten Runde vor. Auch wenn mehr als 10/8 Leute in der Schicht sind, bekommt jeder von ihnen so viel von der Ausschüttung, als wenn nur 10 dabei wären. Arbeiten tatsächlich mal weniger als 10, wird wie bisher LES bezahlt. Wenn der Arbeitsumfang im Cleaning sich eklatant ändert (z.B. Wegfall von Aufträgen) wird der feste Teiler entsprechend angepasst. Bis zum nächsten Mal wird der Arbeitgeber mitteilen, wie er sich das konkret vorstellt.

Wir sagen:
Wir sind hier auf einem guten Weg. Jetzt fehlt noch eine faire Regelung für die „Bereitschaftszeiten“ zwischen Cleaning und morgendlichem DHL-Einsatz.
Für die Bereich Nachtluftpost und DHL:
Der Arbeitgeber: Das Angebot des Arbeitgebers ist ein Stundenlohn von 12,30€. Dazu eine „Splitdienstprämie“ in Höhe von täglich 12,30€ für die Kollegen, die in den geteilten Schichten arbeiten.
Es solle eine Entgelttabelle mit drei Erfahrungsstufen (ähnlich wie bei der SAG) geben. Dabei soll der Stundenlohn von 12,30€ die mittlere Lohnstufe sein.
Wir sagen: Wer nachts fünf Stunden Leerlauf hat, braucht eine höhere „Splitdienstprämie“ als die Kollegen, die nur halb so viel Leerlauf haben.. Außerdem machen wir uns gemeinsam Gedanken, wie hoch der Unterschied zwischen den einzelnen Entgeltstufen ausfällt und nach wie vielen Tätigkeitsjahren ein Mitarbeiter in die nächste Erfahrungsstufe aufsteigt.

Für den BVD:
Auch im BVD gibt es in jedem Monat Tage, an denen der LES niedriger ist als der Stundenlohn.
Der Vorschlag des Arbeitgebers ist, einen pauschal 125€ in den Wintermonaten (November-April) auszuzahlen (entweder als Monatspauschalae oder pro Arbeitstag) Dabei geht er von durchschnittlich 2 schwachen Schichten pro Monat pro Mitarbeiter aus, die so ausgeglichen werden.
Wir sagen: Das Angebot reicht nicht aus, um die schwachen Schichten auszugleichen.
Wir bleiben bei der Forderung von 250€ /Monat als Pauschale für die Wintermonate.

Sonderurlaub für die Nachtschichtler:
Der Arbeitgeber bietet drei „Gesundheitstage“ (=zusätzlicher Sonderurlaubstage zur freien Verfügung) im Jahr für Post+Cleaning , zur Probe für ein Jahr. Sinkt die durchschnittliche Krankheitsquote in diesem Jahr auf unter 10%, so können die drei Gesundheitstage/Jahr fest bestehen bleiben.
Wir sagen: Unter keinen Umständen darf diese Regelung dazu führen, dass Mitarbeiter sich krank zur Arbeit schleppen, nur, damit die Gesundheitstage erhalten bleiben. Über das Angebot des Arbeitgebers müssen wir daher weiter beraten. Unsere Forderung nach fünf zusätzlichen Urlaubstagen für die Nachtschicht bleibt.

Schulungen:

Bislang wird bei Teilnahme an Schulungen für jede Schulungsstunde eine Pauschale für den Verdienstausfall gezahlt. Vor allem bei den Nachtschichtlern fallen aber für einen Schulungstag viel mehr Arbeitsstunden aus, als Schulungsstunden bezahlt werden.
Der Arbeitgeber: Die Teilnahme an Schulungen soll mit einem Tagesschnitt (also wie beispielsweise auch ein Urlaubstag) bezahlt werden.
Wir sagen: Da die Schulungen Pflicht sind ist es nur recht und fair, dass diese mit der Zahlung eines Tagesschnitts entlohnt werden.

Eure Kollegen der Tarifkommission werden die Angebote des Arbeitgebers mit Euch diskutieren.
Damit es die richtigen Lösungen werden, brauchen wir Dich. Misch Dich ein. Sag Deine Meinung.
Und hole deine Kollegen ins ver.di Boot!

Der nächste Verhandlungstermin ist am 26.04.2018
Weitere Infos unter www.verdi-airport.de

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