„Ich arbeite am Hamburger Flughafen“, das klingt erst mal gut. Das klingt nach einem interessanten und sicheren Arbeitsplatz, nach internationalem Flair. Selten denkt man dabei an Niedriglöhne und prekäre Jobs. Doch in den letzten Jahren haben sich die Arbeitsbedingungen bei den Bodenverkehrsdiensten (BVD) am Hamburger Flughafen erheblich verschlechtert.

Bei der Aviation Handling Services Hamburg GmbH (AHS) sind rund 350 Kolleginnen und Kollegen vorwiegend für Check-In und Boarding verantwortlich. Die Flughafen Hamburg GmbH (FHG) ist mit 49% an der AHS-Hamburg beteiligt. Lange vorbei sind die Zeiten in denen die Passagiere noch direkt von Beschäftigten der Fluggesellschaften eingecheckt wurden. Einzig die Lufthansa fertigt mit rund 300 Beschäftigten Ihre Passagiere am Hamburger Flughafen noch selber ab. Aber auch diese Tage sind gezählt. Bis 2020 wird die Lufthansastation geschlossen.

Ein großer Teil der Arbeit wird meist von den Passagieren unbemerkt im Gepäckkeller und auf dem Vorfeld von Kolleginnen und Kollegen bei den Tochtergesellschaften der FHG Groundstars, Stars und Cats erledigt. Bei Wind und Wetter sorgen rund 800 Beschäftigte für die ordnungsgemäße Be- und Entladung der Flugzeuge, dafür dass die Flugzeuge gereinigt und die Passagiere rechtzeitig zu ihrem Flieger gefahren werden.
Kurz: die Beschäftigten in den Tochtergesellschaften des Hamburger Flughafens sorgen jeden Tag dafür, dass Tausende Passagiere sicher und pünktlich reisen und leisten  damit einen entscheidenden Beitrag zu den steigenden Millionengewinnen, die jährlich in die Kassen der Stadt Hamburg gespült werden. Allerdings profitieren Sie nicht davon:

Über ein Drittel der Beschäftigten haben flexibilisierte Effektivstundenverträge mit gerade mal 80 Stunden fest. Ebenso viele haben befristete Verträge. Hinzukommt, dass die Arbeitsbelastung ständig wächst: Zwischen 2005 und 2013 ist das Passagieraufkommen um rund 27% gestiegen, während die Beschäftigtenzahl im selben Zeitraum um knapp 7% wuchs. Das bedeutet faktisch weniger Personal für mehr Arbeit: Je 1 Mio. Passagiere ist die Zahl der Beschäftigten zwischen 2005 und 2013 in der Flugzeug- und Passagierabfertigung um über 20% zurückgegangen. Neben den steigenden Passagierzahlen haben die verkürzten Standzeiten der Maschinen und die Zunahme von Maschinen, die handbeladen werden die Arbeitsverdichtung noch verschärft.

Gerademal 8,82 € Stundenlohn erhält ein neueingestellter Lader. Das ist im bundesdeutschen Vergleich die Untergrenze. Viele sind gezwungen an Ihren freien Tagen zur Arbeit zu kommen, um sich ein paar Euro dazuzuverdienen. Bei der AHS konnte zwar in den vergangenen Tarifrunden deutliche Lohnzuwächse erzielt werden, so dass der Einstiegslohn hier inzwischen bei 9,25 Euro liegt. Aber auch das reicht in einer Stadt wie Hamburg kaum zum Leben.

Weitere Informationen in der Studie der Hans-Böckler-Stiftung „Arbeitsplatz Flughafen Hamburg“.

  • fritz

    bin seit 6 Monaten da Beschäftigt für die Fa. Securitas

    als Slave für die fhg der lohn geht 12,60 Euro aber wenn und krank bist gibt es keine Zulagen nur den nackten Grundlohn so etwas kenne ich nicht kranke noch bestrafen ist normal verboten
    und sich beleidigen lassen auch noch wenniger geld als die Kollegen die schon langer dabei sind und nur am laufen und die fhg beschipft uns und mobbt uns und wem sie nicht mögen so wie mich der ist weg sind nur wennige von der fhg Sicherheitsleitstelle geprüft als Werkschützer und haben nichts gelernt die meisten waren früher sagte man mir als ich anfing Gepäcklader , Gärtner und Putzfrauen und jetzt machen sie was sie wollen da weil man sie angeblich unkündbar sind hatte mal gelernt gleiche arbeit gleicher lohn ist da nicht so sehr schlechtes Arbeitsklima

    Kommentar von: fritz - 06.03.2016, 16:09

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