AHS FRA: Raus aus dem Mindestlohn, rein in existenzsichernde Tarifverträge

Nahezu alle Beschäftigten legten heute bei einem Warstreik die Arbeit nieder

Frankfurt, 2. Dezember. Die Gewerkschaft ver.di rief heute erfolgreich die 250 Beschäftigten des Check-In Dienstleisters Aviation Handling Services AHS am Frankfurter Flughafen zum Warnstreik auf. Der Streik begann um 6.00 Uhr und dauerte bis 14.30 Uhr.

AHS erledigt das Check-In und die Ladeplanung und Ladeüberwachung unter anderem für die Fluggesellschaften Air France/KLM, Delta, Aeroflot und El Al. Es kam zu Verspätungen und Flugstreichungen.

Die Beschäftigten und die Arbeitgeber verhandeln derzeit über die Einführung von Tarifverträgen (Mantel und Entgelt) am Frankfurter Standort. Die AHS gehört größtenteils den öffentlich betriebenen deutschen Verkehrsflughäfen. Die Firma ist an sieben deutschen Flughäfen tätig, davon haben nur Hannover und Frankfurt noch keinen Tarifvertrag.

In den bisher drei Tarifrunden konnten sich Arbeitgeber und Beschäftigte nicht einigen. Die Forderungen von ver.di lauten: Erhöhung des Entgelts um einen Euro pro Stunde plus Einführung der Vergütungstabelle nach dem Vorbild des Düsseldorfer AHS-Standorts zum 1.1.2018. Ab dem 1.1.2019 soll es nochmal eine Erhöhung des Entgelts um 50 Cent pro Stunde geben.
Derzeit gibt es keine geregelte Entgeltstruktur, alle Löhne werden individuell verhandelt. Viele Beschäftigte verdienen allerdings lediglich den Mindestlohn von 8,84 Euro.

Die Arbeitgeber bietet 50 Cent pro Stunde mehr ab dem 1.4.2018 und die Einführung einer Entgeltstruktur (Tabelle) zum 1.4.2019 mit einer Mindesterhöhung der Stundenlöhne um 40 Cent.
Dieses Angebot hat die Tarifkommission zurückgewiesen. Um ihre Forderungen zu unterstreichen gibt es den Warnstreik heute.

Weitere Informationen:
Gewerkschaftssekretär Sebastian Marten, Mobil: 0151 65 85 11 75

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